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Projektzyklus ab 2010Unter dem Titel Jugend raus – Kunst im Jugendhaus plant die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH als großer regionaler Träger der Jugendhilfe gemeinsam mit dem Stuttgarter Künstler und Kurator Wolfgang Seitz ein über mehrere Jahre fortlaufendes Kunstprojekt für und mit Jugendlichen, das in jedem Jahr parallel an zwei bis fünf verschiedenen Standorten in der Landeshauptstadt Stuttgart umgesetzt wird. Gewonnen werden soll dafür pro Standort jeweils ein Künstler, der den künstlerischen Prozess vor Ort initiiert und begleitet. Die Stuttgarter Jugendhaus gGmbH und der Künstler Wolfgang Seitz bringen so im Rahmen der Veranstaltungsreihe Jugend raus – Kunst im Jugendhaus junge Menschen zwischen 12 und 27 Jahren mit professionellen Künstlern unter den Dächern verschiedener Jugendeinrichtungen in der Landeshauptstadt zusammen. Im Zentrum dieses Zusammenspiels von Kunst und Jugendarbeit steht die Auseinandersetzung von Jugendlichen mit den sie betreffenden aktuellen, politischen, sozialen und persönlichen Themen mit künstlerischen Mitteln und Methoden. Professionelle Künstler begleiten und kanalisieren diese kreativen Prozesse in künstlerische Produkte. So entsteht über mehrere Jahre ein Zyklus. Zum Ende jeder Projektphase werden die hierbei entstandenen Werke einem breiten Publikum im Rahmen einer Ausstellung vorgestellt. Zu den Themen, die bei Jugend raus – Kunst im Jugendhaus inszeniert und reflektiert werden, zählen: Kulturelle Identitäten und Unterschiede, Heimat im Kontext von Migration, Religionen, Freundschaft, Liebe, Sexualität, Drogen, Sprache, Bildung, Freizeit, Trends, Mode, Styling, Medien, Moral, Sinn, Sehnsucht und Werte. Gewonnen werden Künstler aller Disziplinen, sei es Malerei, Fotografie, Konzeptkunst, Bildhauerei, Tanz, Video, Wortkunst, Musik oder Theater. In einer großen Abschlusspräsentation werden die Ergebnisse
der breiten Öffentlichkeit ebenso zugänglich gemacht wie einer
explizit kunstinteressierten Klientel. Die Besonderheit zum Abschluss
von Jugend raus – Kunst im Jugendhaus: die kunstinteressierten Besucher
werden aufgefordert, in die Treffpunkte der Jugendlichen „rein zu
kommen“, also konkret in die Jugendhäuser zu gehen und die
Arbeiten am Ort ihrer Entstehung zu betrachten. Es ist zu erwarten, dass
hierbei nicht nur die Werke der Jugendlichen rezipiert werden, sondern
dass sich vielfältige Gelegenheit bieten, in Interaktion und Dialog
mit jugendlichen Künstlern zu treten. Vielleicht neu oder anders
zu verstehen, was Jugendliche bewegt, beschäftigt, verängstigt
oder ihnen Hoffnung und Freude macht.
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